Personensuche in Hitzacker (Elbe)

Großangelegte Personensuche beschäftigt rund 160 Einsatzkräfte über viele Stunden


Hitzacker – Eine umfangreiche Personensuche hat in der Nacht zu Freitag sowie während des
gesamten Freitags zahlreiche Einsatzkräfte in Hitzacker beschäftigt. Gesucht wurde ein älterer, an
Demenz erkrankter Mann, der seit Donnerstagabend vermisst wurde. Da der Mann nicht
ortskundig war und möglicherweise medizinische Hilfe benötigte, wurden umfangreiche
Suchmaßnahmen eingeleitet.


Nach Angaben des Pressesprechers der Feuerwehr Elbtalaue, Florian Schulz, forderte die Polizei
die Feuerwehr am späten Donnerstagabend zur Unterstützung an. Neben den Feuerwehren
Hitzacker und Gülden wurden die Hundestaffel Elbtalaue sowie Führungskräfte und
Einsatzleitwagen aus Hitzacker und Dannenberg alarmiert. Ausgangspunkt der Suchmaßnahmen
war der Bereich rund um den Kurpark.


Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr hatte die Polizei einen Mantrailer-Hund des DRK
Kreisverbandes Lüneburg angefordert. Dieser nahm im weiteren Verlauf die Spur des Vermissten
auf. Zusätzlich setzte die Hundestaffel Elbtalaue ihre Flächensuchhunde ein, mit denen größere
Gebiete systematisch abgesucht wurden.


Die Drohnengruppe der Feuerwehr Gülden kontrollierte zunächst das nähere Umfeld aus der Luft.
Gleichzeitig suchten Feuerwehrkräfte umliegende Straßen und Wege ab. Gegen 1 Uhr traf
außerdem der Polizeihubschrauber „Phoenix“ ein, der das Gebiet mithilfe einer Wärmebildkamera
aus der Luft überprüfte.


Nachdem der Polizeihubschrauber den Einsatzort wieder verlassen hatte, setzte die
Drohnengruppe ihre Suche in weiteren Bereichen fort. Feuerwehrkräfte kontrollierten unter
anderem das Umfeld der Schulen, die Dannenberger Straße, mehrere Einrichtungen sowie weitere
mögliche Anlaufstellen. Sämtliche Maßnahmen blieben zunächst ohne Ergebnis. Gegen 4:30 Uhr
wurde die nächtliche Suche für die Feuerwehr beendet und die Einsatzstelle an die Polizei
übergeben.


Bereits am Freitagmorgen gegen 8 Uhr wurden die Suchmaßnahmen wieder aufgenommen.
Erneut kamen die Flächensuchhunde der Hundestaffel Elbtalaue sowie die Drohnengruppen der
Feuerwehren Gülden und Gartow zum Einsatz. Auch Einsatzkräfte der Feuerwehr Karwitz
unterstützten die Suche. Darüber hinaus beteiligte sich eine Polizeidrohne an den Maßnahmen.
Der Polizeihubschrauber „Phoenix“ kehrte ebenfalls nach Hitzacker zurück. Während sich der
Hubschrauber im Suchgebiet befand, mussten die Drohnen aus Sicherheitsgründen
vorübergehend am Boden bleiben.


Da die Suche weiterhin ohne Erfolg blieb, wurde der Kräfteansatz im Laufe des Vormittags
deutlich erhöht. Weitere Einsatzkräfte der Feuerwehren Hitzacker, Wietzetze, Damnatz, Harlingen
und Metzingen wurden hinzugezogen. In mehreren Suchabschnitten kontrollierten die
Einsatzkräfte Straßen, Wege, Grundstücke sowie Wald- und Grünflächen. Unter anderem wurden
die Bereiche rund um Tießau, Tießmesland und Meudelfitz, der Hafen in Tießau sowie das
Gelände eines Jugendzeltlagers abgesucht.


Wertvolle Unterstützung erhielten die Einsatzkräfte zudem von zwei Förstern der
Niedersächsischen Landesforsten. Sie fuhren Waldwege in den betreffenden Suchgebieten ab
und kontrollierten bekannte Bunker sowie Hochsitze. Darüber hinaus stellten sie der
Einsatzleitung detailliertes Kartenmaterial zur Verfügung, das eine gezielte Planung und
Koordinierung der weiteren Suchmaßnahmen ermöglichte.


Am Nachmittag wurde die Suche nochmals ausgeweitet. Einsatzkräfte aus Penkefitz, Splietau,
Groß Heide und Jameln unterstützten die laufenden Maßnahmen. Gemeinsam mit der Polizei
wurden in kleinen Trupps auch Grundstücke im näheren Umfeld kontrolliert. Später kamen weitere
Feuerwehrkräfte aus Streetz, Volkfien und Mützingen hinzu. Am Abend wurde außerdem das
Gelände rund um die Jugendherberge durchsucht. Zur Betreuung der Angehörigen stand ein
Notfallseelsorger bereit.


Aufgrund der langen Einsatzdauer musste auch die Versorgung der zahlreichen Einsatzkräfte
organisiert werden. Das DRK bereitete sowohl mittags als auch abends eine Mahlzeit für die
Einsatzkräfte zu. Die Versorgung mit heißen und kalten Getränken konnte durch großzügige
Spenden des REWE-Marktes Hitzacker sichergestellt werden. Für die kurzfristige und
unkomplizierte Unterstützung spricht die Feuerwehr allen Beteiligten ihren ausdrücklichen Dank
aus.
Trotz der großflächigen Suche am Boden und aus der Luft konnte der Vermisste zunächst nicht
gefunden werden. Gegen 20:10 Uhr beendete die Feuerwehr ihre Maßnahmen nach Rücksprache
mit der Polizei. Die weitere Bearbeitung wurde anschließend erneut an die Polizei übergeben.
Insgesamt waren im Verlauf der beiden Suchphasen rund 160 Einsatzkräfte beteiligt. Die
Maßnahmen erstreckten sich – mit einer Unterbrechung in den frühen Morgenstunden – über
nahezu 22 Stunden.


Text: Florian Schulz, Pressesprecher der Feuerwehr Elbtalaue

Fotos: Ralph Seehagen (Fw Hitzacker)